Geographie-Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ vergeben
25.05.2009
Zum Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend forscht“ 2009 waren in Osnabrück 200 Jugendliche mit insgesamt 107 Projekten angetreten. Auch diesmal gab es wieder Preise der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) und des Verbands Deutscher Schulgeographen (VDSG) zu gewinnen.
| Christopher Becker (16) und Klaus-Peter Becker (18) konnten sich über den 2. Preis im Fachgebiet Biologie freuen, der in diesem Jahr je zur Hälfte von der DGfG und von der Max-Planck-Gesellschaft gestiftet wurde. Die DGfG zeichnete erstmals eine Arbeit aus dem Bereich der Biologie aus, „weil sie in besonderer Weise interdisziplinär geographisch genuine Sachverhalte berücksichtigt hat und entsprechend relevante Ergebnisse vorlegen kann“, so die Begründung der Jury. Die beiden Schüler am Peter-Petersen-Gymnasium in Mannheim beschäftigten sich intensiv mit dem Problem der HIV-Epidemie im südlichen Afrika. Sie wollten herausfinden, wie die begrenzten Ressourcen für Präventation und Behandlung gezielter als bisher eingesetzt werden können. Dazu entwickelten sie ein Computermodell, das neben den medizinischen und epidemiologischen auch soziogeographische Gegebenheiten berücksichtigt. Mit diesem Modell lässt sich die Ausbreitung der HIV-Infektion unter verschiedenen Bedingungen simulieren. Dadurch kann die Wirksamkeit von Vorsorgemaßnahmen bereits vorab sehr genau eingeschätzt werden.
Den Sonderpreis des VDSG erhielten Ann-Kathrin Henß (18) und Martin Enno Kügler (19) vom Johanneum Gymnasium Herborn für ihre Arbeit „Wüstenflut: der Nasserstausee und der Nil“. Die beiden Jungforscher gingen von der Tatsache aus, dass die jährlichen Flutwellen des Nils schon seit vielen Jahren durch den Hochstaudamm bei Assuan zum Nasserstausee aufgestaut werden und damit unter anderem die Wasser- und Stromversorgung der Region gesichert wird. Aktuelle Satellitenbilder zeigen jedoch, dass die Fläche des Stausees über das Jahr hinweg erheblichen Schwankungen unterliegt. Den Ursachen hierfür wollten die beiden Jungforscher auf den Grund gehen. Sie entwickelten deshalb ein mathematisches Modell für den Wasserhaushalt des Nassersees, das sie auf mehr als 400 Satellitenbilder stützten. Dabei konnten sie nachweisen, dass neben den Nilfluten auch die Wasserentnahme durch den Menschen die Pegelstände des Sees stark verändert. |
![]() [Bild vergrößern] Christopher und Klaus-Peter Becker (Peter-Petersen-Gymnasium Mannheim) wurden mit dem DGfG-Sonderpreis ausgezeichnet (Foto: Jugend forscht) ![]() [Bild vergrößern] Ann-Kathrin Henß und Martin Enno Kügler (Johanneum Gymnasium Herborn) erhielten den Sonderpreis des VDSG, hier vertreten durch Volker Huntermann (Foto: Jugend forscht) |
Der Wettbewerb Jugend forscht richtet sich an junge Menschen bis 21, die sich für Naturwissenschaften, Mathematik und Technik interessieren. Mehr Informationen über die Projekte, Preise und Preisträger des 44. Bundeswettbewerbs auf www.jugend-forscht.de.
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Bei Fragen zu den Geographie-Sonderpreisen wenden Sie sich bitte an Volker Huntemann Verband Deutscher Schulgeographen Tel. 0912 2 87 64 12 volker.huntemann@gmx.de |
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