Deutsche Forschungsgemeinschaft startet Science TV
15.04.2008
Mit DFG Science TV geht die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) neue Wege in der Wissenschaftskommunikation. Eine der zunächst zehn Filmserien beschäftigt sich mit dem Thema Megastädte anhand der Forschungen des internationalen Teams um die Kölner Geographie-Professorin Frauke Kraas. In einer anderen Filmserie stehen die interdisziplinären Untersuchungen zur Biodiversität und zum nachhaltigen Ökosystem-Management ecuadorianischer Bergregenwälder im Mittelpunkt, die Prof. Jörg Bendix vom Fachbereich Geographie der Universität Marburg koordiniert.
Mit DFG Science TV will die Deutsche Forschungsgemeinschaft Wissenschaft sichtbar und erlebbar machen. Ziel des Pilotprojektes ist, vor allem Jugendlichen die Faszination der Forschung zu vermitteln. Denn hauptsächlich sie sind es, die das schnell wachsende Angebot an Internetplattformen mit Bewegt-Bild-Inhalten nutzen. Aber auch andere bislang eher wissenschaftsfernere Zielgruppen gehören laut DFG zu den Adressaten des neuen Online-Angebots.
Das Konzept von DFG Science TV: Zehn ausgewählte Forschungsvorhaben aus unterschiedlichen Wissenschaftsgebieten werden über drei Monate in wöchentlichen Kurzfilmen von drei Minuten den Fortgang ihrer Arbeit auf einer eigens geschaffenen Internet-Plattform darstellen. So entstehen Forschungs-tagebücher zu so unterschiedlichen Themen wie Megastädte, Bergregenwälder, Meeresforschung oder Laufroboter.
Zum Start des neuen Portals lud die DFG am 15. April zu einer Pressekonferenz nach Berlin ein. Gesprächspartner waren der DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner, Projektleiterin Dr. Eva-Maria Streier, der Filmproduzent Peter Prestel sowie die Kölner Geographie-Professorin Frauke Kraas. Sie berichtete als Projektteilnehmerin von den Dreharbeiten in Megastädten Asiens und ihren Erfahrungen, als Wissenschaftlerin für DFG Science TV als „Ideengeberin mit Kamerablick“ zu arbeiten. Kraas betonte, dass sie das Projekt gerne unterstütze. „Ich habe selber schon viel daraus gelernt“, sagte die Geographie-Professorin und fügte hinzu: „Es würde mich sehr freuen, wenn sich gerade Jugendliche durch unsere Filme in der Begeisterung für die Wissenschaft anstecken ließen“.
DFG Science TV ist im Internet unter der Adresse http://dfg-science-tv.de aufrufbar. Für Fragen zum Beitrag „Die 5-Millionenstadt“ wenden Sie sich bitte an Prof. Frauke Kraas, Geographisches Institut der Universität zu Köln, f.kraas@uni-koeln.de. Fragen zur Filmserie „Bedrohter Bergwald“ beantwortet Prof. Jörg Bendix, Fachbereich Geographie der Universität Marburg, bendix@staff.uni-marburg.de.
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