Köln wird zum Zentrum für Geographen aus aller Welt
Glasgow/Leipzig, 24.08.2004
Der
32. Internationale Geographenkongress 2012 wird in Köln stattfinden.
Die Domstadt am Rhein konnte sich gegen die Metropolen Peking und
Santiago de Chile durchsetzen, die sich ebenfalls um die Ausrichtung
der Tagung in acht Jahren beworben hatten.
Alle
vier Jahre treffen sich rund 2000 Geographinnen und Geographen aus
vielen Ländern an einem anderen Ort des Globus zum International
Geographical Congress (IGC). Eine Woche lang tauschen sie neueste
wissenschaftliche Erkenntnisse aus, informieren sich über den aktuellen
Stand der Forschung auf den vielfältigen Gebieten der Geographie und
diskutieren mit Fachkollegen aus aller Welt. In diesem Jahr kamen die
Erdwissenschaftler in Glasgow zusammen, 2008 wird der Kongress in Tunis
abgehalten.
Neben einer Vielzahl von Vorträgen, Diskussionsveranstaltungen und
Exkursionen stand beim diesjährigen 30. IGC in Glasgow auch die Wahl
des Veranstaltungsortes im Jahr 2012 auf der Tagesordnung. 24 der 48
anwesenden Vertreter der nationalen geographischen Verbände votierten
für Köln als Ausrichter des 32. Internationalen Geographenkongresses.
Auf die chilenische Hauptstadt Santiago entfielen 17 Stimmen, sieben
Delegierte der Vollversammlung der International Geographical Union
(IGU) kreuzten Peking auf ihrem Wahlzettel an. Damit kommt der größte
geographische Fachkongress in acht Jahren zum zweiten Mal in seiner
Geschichte nach Deutschland. Erster deutscher Gastgeber war Berlin.
Dort fand die Tagung im Jahr 1899 statt.
Im Vorfeld der Abstimmung hatten die drei Bewerber Gelegenheit, ihre
Konzepte dem Wahlgremium vorzustellen. Während Peking und Santiago de
Chile den Schwerpunkt ihrer Präsentationen auf moderne Infrastruktur
und Kongresseinrichtungen sowie touristische Attraktionen legten,
brachten die Kölner Geographieprofessoren Frauke Kraas und Dietrich
Soyez die deutsche Konzeption mit Formulierungen wie "back to basic"
oder "new simplicity" auf den Punkt: Der wissenschaftliche Austausch
soll wieder ganz in den Mittelpunkt gerückt, der Kongress aus
glitzernden Tagungszentren zurück an die Universität geholt werden.
Damit sollen die in der Vergangenheit erheblich gestiegenen Kosten und
Beiträge drastisch gesenkt werden, um mehr jungen
Nachwuchswissenschaftlern und Forschern aus weniger privilegierten
Ländern die Teilnahme zu ermöglichen.
Nicht nur das klare offizielle Abstimmungsergebnis, auch die positiven
Reaktionen vieler Kongressteilnehmer nach Bekanntwerden der
Entscheidung machten deutlich, dass das deutsche Konzept mit breiter
Zustimmung innerhalb der internationalen Geographengemeinde rechnen
kann. Nach der Freude über die erfolgreiche Bewerbung werden sich die
geographischen Verbände und Institute in Deutschland schon bald mit
vollem Einsatz der aufwendigen Vorbereitung des Kongresses zuwenden.
Finanzielle und organisatorische Unterstützung erhalten sie dabei von
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), dem Deutschen Akademischen
Auslandsdienst (DAAD), der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
(GTZ) sowie von diversen Stiftungen und durch verschiedene
EU-Programme.
Auch über das Motto haben sich die Veranstalter schon Gedanken gemacht:
"Down to Earth" oder "Transcending Boundaries" könnte 2012 als
Überschrift über dem 32. Internationalen Geographenkongress stehen.

| Für Rückfragen: Prof. Dr. Frauke Kraas Prof. Dr. Dietrich Soyez Geographisches Institut der Universität zu Köln Tel.: 0221 470-7050 bzw. 470-4141 Fax: 0221 470-4917 E-Mail: f.kraas@uni-koeln.de, d.soyez@uni-koeln.de Internet: |
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